Alle Jahre wieder: Bienenfresser

Inzwischen ist es mir liebe Gewohnheit geworden, in jedem Sommer ein paarmal die Bienenfresser zu besuchen. Das Fotografieren ist dabei vielleicht gar nicht das Wichtigste (wenn auch willkommener Vorwand); allein das Sitzen im Tarnzelt in der Nähe der Kolonie macht schon genug Spaß. Den Rufen der Vögel zuzuhören, ihre wahnsinnigen Flugmanöver zu beobachten und die Vielfalt der erbeuteten Insekten, die sie im Schnabel tragen, zu bewundern – das reicht eigentlich schon, um seine Freude zu haben.

Dieser Bienenfresser trug die erst zweite Braune Mosaikjungfer, die ich in meinem Leben gesehen habe.

Wie schon im letzten Jahr habe ich mich auch in dieser Saison vorwiegend an Flugaufnahmen versucht. Dann hat man zu Hause wenigstens was zu löschen. Denn auch mit ein wenig Übung habe ich immer noch eine unfassbar lächerliche Erfolgsquote von > 1 %. Nach ein paar Ansitzen waren dann irgendwann einige glückliche Treffer dabei, allerdings auch noch keines, mit dem ich wirklich zufrieden wäre – besser geht es immer.

Außerdem hatte ich in diesem Sommer erstmals das Glück, recht frisch ausgeflogene Jungvögel zu sehen – diesen Moment hatte ich bisher immer verpaßt. Die Jungen unterscheiden sich u.a. durch ihre insgesamt grünliche, nicht ganz so grellbunte Färbung.

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„Wilde Heimat“ in Lünen

Am vergangenen Wochenende hatten wir die Ehre, einen kleinen Ausschnitt aus unserem Vortrag „Unsere Wilde Heimat“ auf dem Internationalen Naturfoto-Festival in Lünen zeigen zu dürfen. Torsten Bittner und ich erzählten ein bißchen vom Gemeinschaftsprojekt und führten zwei Passagen vor. Es war eine nette Gelegenheit, auf der großen Bühne dort zu stehen!

Außerdem nahen bereits wieder einige Vortragstermine im Südwesten: Zwischen Dezember und März haben wir fünf Vorstellungen in Pforzheim, Offenburg, Denzlingen, Lörrach und Schluchsee zu bestreiten. Das wird sicher auch wieder sehr angenehm.

Camargue

Schreibfaule Zeiten!

Vogelmix

Den Sommer über bin ich bisher eigentlich sehr wenig zum Fotografieren gekommen. Es war nicht daran zu denken, sich mal wieder auf ein Thema oder Motiv zu konzentrieren. Ab und zu gelangen mal eher zufällig ein paar Bilder, die ich hier ohne jeden Zusammenhang mal zeige.

Wieder mal Südfrankreich

Ein paar Bilder, die ich aus einem Familienosterurlaub in der Provence mitgebracht habe…

Bartgeier

Seit einiger Zeit kursierte im Freundeskreis die wenig originelle Idee, einmal Bartgeier fotografieren zu fahren. Der Gemmipass im Wallis ist inzwischen kein Geheimtipp mehr, um diese imposanten Vögel beobachten zu können. Und in der Naturfotoszene wird man seit Jahren mit Bartgeierbildern von dieser Stelle überschwemmt, sodass solche Bilder fast zu „Massenware“ geworden sind. Trotzdem: Allein für’s Erlebnis, Bartgeier einmal zu sehen und zwar halbwegs nah, wäre es den Ausflug doch wert?

Kurz entschlossen fuhren Christian, Jan, Ralph, Torsten, Joachim (als Ältester und damit „Erziehungsberechtigter“) und ich Mitte Februar dann mal hin.

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Die zwei Tage dort waren ausgesprochen spaßig mit den Herrschaften. Wir hatten im Übrigen ziemlich viel Glück – gute Fotobedingungen, häufige und teilweise überwältigend nahe Vorbeiflüge von Bartgeiern, einmal einen Steinadler ziemlich nah… schon phantastisch. Allein die Vögel so toll zu sehen: Nicht nur die beeindruckenden Geier, sondern auch die liebenswerten Alpenbraunellen und Schneesperlinge, welche hier an Futter gewöhnt zwischen unseren Beinen herumhüpften. Das war den Ausflug definitiv wert und war auch viel spektakulärer als erwartet. Und so fotogen, wie sich die Vögel präsentierten, ratterten auch unsere Kameras in einem fort. Hier ist es mir wirklich schwer gefallen, eine Auswahl zu treffen. Dabei kann ich doch sonst meistens ganz gut löschen.

 

„Unsere wilde Heimat“

Heute freue ich mich, in eigener Sache zwei schöne Projekte vorstellen zu können. Als Gemeinschaftsprojekt der GDT-Regionalgruppe Baden haben wir – immerhin 30 Fotografen – im Lauf der letzten zwei Jahre an einem großen Multivisionsvortrag über „Unsere wilde Heimat“ gearbeitet, der am 5.2. auf der Mundologia in Freiburg Premiere feiert. Aufgrund der großen Nachfrage wird es sogar kurz darauf noch einen Zusatztermin geben.

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Ein kurzer Trailer ist auf der Mundologia-Homepage und auf youtube verfügbar!

Die Fotografen und das Team der Mundologia haben mich ehrenvoll mit dem Auftrag bedacht, den Vortrag zu halten und eigenmächtig die Bildauswahl zu treffen. David Hettich, Mundologia-Veranstalter, hat dankenswerterweise die Programmierung und die Musiksequenzen übernommen. Davids Erfahrung, sein Händchen für packende Bildübergänge und ergreifende Musik, nicht zuletzt sein guter Geschmack, haben das Ergebnis glücklicherweise sehr sehenswert und rund ausfallen lassen. Zusammen haben wir viele Tage und Nächte Bilder hin- und hergeschoben, gute und schlechte Ideen entwickelt und wieder verworfen; es hat Monate gebraucht, eine Auswahl aus den über 6.000 Aufnahmen im Pool zu treffen. An manchen Abenden sind die Bilder noch stundenlang in meinem Kopf Karussell gefahren, bevor ich in den Schlaf fand.

Nun, wo die Arbeit am Vortrag in den letzten Zügen steckt und ich dabei bin, den Live-Kommentar ein wenig einzuproben, freue ich mich auch ganz außerordentlich auf die Premiere und bin sicher, dass die vielen Besucher auf ihre Kosten kommen werden. Für nächstes Jahr sind bereits weitere Termine in Planung: „Wilde Heimat“ scheint also ein Thema zu sein, mit dem man das Publikum ködern kann.

Zu diesem Schluss kamen wohl auch zwei nette Damen vom Knesebeck-Verlag, die während des letztjährigen Mundologia-Festivals einen Trailer zu unserem Vortrag sahen. Ohne jede Verzögerung kontaktierten sie den „Chef“ (Joachim Wimmer) und sicherten sich zu, einen Bildband mit unseren Aufnahmen herausbringen zu dürfen. Im Lauf des Frühjahrs arbeiteten wir daran, schrieben Texte und wählten unsere besten Aufnahmen aus, aus denen die überaus talentierte Grafikabteilung des Verlags dann ein teures hübsches Büchlein zusammenstellte. Kürzlich bekam ich den ersten Vorabdruck zu Gesicht und konnte mich vom Gelingen überzeugen.

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Der Bildband zum Vortrag wird Mitte Februar in die Läden kommen. Rechtzeitig zum Mundologia-Festival werden wir schon eine Handvoll Bücher vorab geliefert bekommen, um sie an Ort und Stelle an die gierigen Massen zu verhökern! Viel Spaß!

Update: Der SWR hat ein aufschlußreiches Filmchen über unser Buch produziert. Man kann es sich hier anschauen.

Nachtrag:

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Die Premiere im ausverkauften Konzerthaus lief zum Glück phantastisch! Man hat es mir auch wirklich möglichst leicht gemacht – die Jungs von der Mundologia-Technik haben sich bestens um mich gekümmert, Tobias Hauser kündigte meine Wenigkeit sehr charmant an und das Publikum war überaus dankbar und begeisterungsfähig. So wurde unser Vortrag ganz hervorragend aufgenommen. Viele der 30 Fotografen waren da und konnten sich am Schluss vom langen Applaus etwas abschneiden:

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Der ebenfalls ausverkaufte Zusatztermin im Bürgerhaus Seepark eine Woche später gelang dann ähnlich gut, wenngleich die Atmosphäre in dem etwas kleineren Saal natürlich hinter der im Konzerthaus etwas zurückblieb – waren halt auch „nur“ gut 500 Zuschauer statt 1.700. Mir fiel es vor der großen Menge sogar leichter.

Für die nächste Mundologia-Saison sind bereits drei Termine festgemacht – es geht nach Offenburg, Lörrach und Denzlingen. Ich bin sehr gespannt, ob wir wieder dermaßen große Nachfrage und volle Säle genießen dürfen…


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