Steinböcke am Niederhorn

Vor kurzem war ich auf ein verlängertes Wochenende mit Joachim und Torsten am Niederhorn in den Schweizer Alpen. Wir hatten das Ziel, dort Steinböcke zu fotografieren, was sich anfangs als schwieriger herausstellte als gedacht. Bei unserer Ankunft herrschte nämlich dichter Nebel – keine gute Voraussetzung, um in unbekanntem Gebiet die Tiere zu finden. So beschäftigten wir uns am ersten Tag hauptsächlich mit Schneehühnern und Nebelmotiven. In der Nacht riß der Nebel dann aber glücklicherweise auf und sank ins Tal hinunter, wo er sich am nächsten Tag auflöste. Bei strahlendem Sonnenschein, also unmöglichem Fotolicht, fanden wir dann schließlich die ersehnten Steinböcke, welche sich wie erhofft als einigermaßen an Menschen gewöhnt herausstellten und recht gut fotografierbar waren. Am nächsten Morgen machten wir uns dann mit Stirnlampe auf, um rechtzeitig vor Sonnenaufgang bei der Gruppe zu sein – und hatten das unglaubliche Glück, daß zwei Böcke sich im Morgengrauen an einem sehr fotogenen Platz ausgiebig fotografieren ließen. Tatsächlich stellten wir im Nachhinein fest, daß die beiden an der besten Stelle geruht hatten, die wir uns hätten aussuchen können… manchmal paßt eben sogar in der Naturfotografie fast alles 🙂 Mit einigen Unkenrufen im Hinterkopf – wie der Auskunft unserer Hüttenwirtin, die angeblich schon länger keinen Steinbock mehr in der Ecke gesehen haben wollte, und ebenso entmutigenden Aussagen zweier Jäger – waren wir fast trunken vor Glück und fuhren am frühen Nachmittag hochzufrieden wieder heim.

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Sächsische Schweiz

 

Trockenaue im Spätsommer

Letzte Woche stattete ich mal wieder der Trockenaue bei Grißheim einen Besuch ab. Mit dabei waren die Fotofreunde Horst Helwig, Klaus Echle und Joachim Wimmer. Bei der Trockenaue handelt es sich um frühere Auenflächen im Überflutungsbereich des Rheins, die im Zuge der Rheinbegradigung vor rund 100 Jahren dauerhaft trockenfielen und sich aufgrund des warmen, trockenen Klimas zu Halbtrockenrasen und lichten Eichenwäldchen entwickelten.

Unser Hauptziel waren die derzeit dort sehr häufigen Gottesanbeterinnen, die wir auch rasch fanden. In den Wiesen und an den Büschen fand sich aber noch einiges mehr an interessanten Motiven. Beeindruckend fand ich vor allem die Raupen des Wolfsmilchschwärmers, die ich zuvor erst ein paar Mal gesehen hatte und glücklicherweise nun recht ansprechend fotografieren konnte.