Kleiner Objektivtest

Seit ein paar Tagen bin ich Besitzer eines 2,8/90mm Makroobjektivs von Tamron, das ich mir als Ergänzung zum 3,5/180 schon einige Zeit wünschte. Vorhin war ich es kurz mal ausprobieren, verbunden mit einem Kontrollgang an Locations, an denen ich dieses Frühjahr ein paar Blumen und Amphibien fotografieren möchte – davon war aber natürlich trotz der frühlingshaften Temperatur nichts zu sehen. Wird aber sicher nicht mehr allzu lang dauern. Am Wegesrand fand ich dann immerhin ein fast unbeschädigtes leeres Schneckenhaus, das einzige Motiv des Tages…

Schneckenhaus (Weinbergschnecke, Helix pomatia)
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Nacht am Schauinsland

Gestern abend war ich auf einer etwas ungewöhnlichen Tour. Vier Bekannte aus der GDT-Regionalgruppe Baden nahmen mich auf den Schauinsland mit, um dort die Windbuchen vor dem klaren Sternenhimmel zu fotografieren. Mit -3°C war es vergleichsweise mild, sodaß wir einige vergnügliche Stunden in der beeindruckenden Kulisse hatten, ohne wie befürchtet entsetzlich zu frieren. Aus fotografischer Sicht stellte die Lichtverschmutzung das größte Problem dar – einige Perspektiven ließen sich einfach nicht wie gewünscht umsetzen, weil zu viele künstliche Lichtquellen ins Bild kamen. Das eine oder andere Bild blieb dann nach vielen Fehlversuchen aber doch übrig (allein die korrekte Fokussierung kann schon einige Minuten dauern, da man im Sucher ja nichts erkennt und blind herumprobiert).

Isteiner Schwellen

Heute ging’s früh raus, um den Sonnenaufgang an den Isteiner Schwellen zu fotografieren. Diese Stromschnellen liegen am Oberrhein bei Istein, nicht weit vom Dreiländereck entfernt. Bis zur Rheinbegradigung nach Tulla im 19. Jahrhundert stellten sie ein schweres Hindernis für die Schifffahrt dar – ein Problem, das mit dem Bau des Rheinseitenkanals wortwörtlich umgangen wurde. Da der größte Teil des Abflusses heute in den Seitenkanal geleitet wird (nicht nur zur Schifffahrt, sondern auch zur Stromerzeugung und Kühlung des AKW Fessenheim), führt der Altrhein nur eine vergleichsweise geringe Wassermenge. Dennoch sieht man hier, im Bereich der Isteiner Schwellen, flache Kiesbänke und Weichholzauenvegetation, die auf die natürliche Dynamik eines halbwegs intakten Auenökosystems hinweisen. Am auf weiten Strecken kanalisierten und sonstwie „vergewaltigten“ Rhein ein eher seltener Anblick. In der Umgebung werden zur Zeit Arbeiten am Integrierten Rheinprogramm (IRP) durchgeführt, welches die oberrheinische Landschaft langfristig wieder naturnäher und v.a. resilienter gegenüber Hochwässern machen soll.

Wir kamen etwa eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang an und genossen während der folgenden zwei Stunden ständig wechselnde Lichtstimmungen, verbunden mit leichtem Nebel, der über dem Wasser aufstieg. Es war ein toller Morgen und für mich eine perfekte Übungsmöglichkeit in der bisher noch nicht so vertrauten Landschaftsfotografie, mit der ich mich mehr und mehr anfreunde. Zum Schluß, als die Sonne höher stieg, trafen wir noch ein kooperatives Schwanenpärchen an einer ruhigen Stelle, das sich bereitwillig portraitieren ließ.

… auch hier gibt’s noch aufschlußreiche Making-of-Bilder:

Vielen Dank an die Kollegen Reini Huber und Joachim Wimmer!

Winter im Schwarzwald

Die erste Fototour 2012 führte mich heute in den Südschwarzwald. Die berühmten und längst „totfotografierten“ Windbuchen am Schauinsland sowie der Todtnauer Wasserfall standen auf dem Programm. Das Wetter war insbesondere auf dem Schauinslandgipfel ein wenig ungemütlich – heftiger Schneesturm nebst Eiskristallen, die einem ins Gesicht gepeitscht wurden, dazu dichter Nebel. Aber gerade solche Bedingungen schaffen ja manchmal die Gelegenheit zu besonderen Fotos.

In der Nähe des Todtnauer Wasserfalls kroch ein Laufkäfer (Carabus sp.) durch den Schnee. Die Witterung schien ihm bis auf leicht verlangsamte Bewegungen erstaunlich wenig anzuhaben. Daß die durchaus ganzjährig aktiv sind, war mir bekannt, aber im Tiefschnee war es eine Überraschung…

ein Touri-Foto zum Schluß: Der Todtnauer Wasserfall, bekanntlich der höchste Naturwasserfall Deutschlands und Quelle unerhörten Lärms

Danke an Joachim Wimmer (www.wimmer-naturfoto.de) für die Einladung und die wie immer sehr nette Tour!