Schmetterlings-Nachtrag

Den Hochwasserdamm bei Altenheim, über den ich Anfang Mai bereits berichtet hatte, besuchten wir eine gute Woche später noch einmal. Neue Bildideen und Motivwünsche hatte ich zwar nicht, aber da ich mit den bisherigen Ideen und Ergebnissen eigentlich nicht unzufrieden war, hab‘ ich einfach ein bißchen in dem Stil weiterfotografiert. Solche Aufnahmen mit klein abgebildetem Hauptmotiv und einer Komposition, die von der Umgebung, Lichtstimmung und grafischer Wirkung bestimmt wird, mag ich zur Zeit am meisten.

Wenn ich mir meinen stilistischen Werdegang der letzten Jahre anschaue, sehe ich eine ziemlich klare Linie von der rein dokumentarischen, möglichst formatfüllenden Darstellung über Bilder, die die Umgebung und den Lebensraum einbeziehen, hin zu Aufnahmen, die weniger vom Motiv selbst als von der Komposition und Stimmung leben. Jedenfalls, wenn irgendwie Komposition und Stimmung in ein Bild faßbar sind. Trotzdem sind mir die Motive wichtig geblieben und ich freu mich sehr über besondere oder seltene Arten – dann machts alles noch mehr Spaß 🙂

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Zwischensprung ins Supermakro

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Ein anständiges Portrait einer Rinden-Springspinne (Marpissa muscosa) wünschte ich mir schon seit einiger Zeit. Neulich konnte ich dann dieses Exemplar ausführlich fotografieren. Die Art gehört zu den häufigeren und auffälligen Springspinnen und ist gerade im Siedlungsbereich nicht selten. Diese fand ich auf der Hauswand und fotografierte sie ganz schmucklos auf einem kleinen Brettchen.

Die Fotografie in diesem Maßstab – das Bild dürfte in der Breite etwa einen Zentimeter abbilden – ist mehr handwerklich als künstlerisch geprägt. Zum Einsatz kamen das 180mm-Makro, 3 Zwischenringe und ein 1,5x-Telekonverter. Ein Einstellschlitten war auch noch beteiligt, um das Gewicht sinnvoll auf dem Kugelkopf auszubalancieren. LiveView ist übrigens wirklich ein Segen, um bei solchen optischen Konstruktionen den exakten Schärfepunkt zu finden – ich hab‘ noch nicht vergessen, was das früher für ein unglaubliches Gewurschtel war…