Nix als Vögel im Kopf

In den letzten Wochen und Monaten hab‘ ich kaum was fotografiert. Die typischen winterlichen Fotomotive sind dieses Jahr ausgefallen (woran sich wohl jetzt auch nichts mehr ändern wird), und weil man ja – soweit es die Zeit zuläßt – trotzdem rauskommen muß, war ich hauptsächlich Vögel gucken. Daher heute ein kurzer Orni-Beitrag mit geringerem kreativen fotografischen Anspruch.

Im südbadischen Raum lohnen sich in der kalten Jahreszeit die größeren Gewässer wahrscheinlich am meisten, wenn man auf viele und hoffentlich schöne Vogelarten aus ist. Am Rhein bei Breisach war ich im Januar ein paar Mal, um Wasservögel zu beobachten. Mit seltenen Arten hatte ich dort kein Glück, konnte aber immerhin Gänsesäger und Reiherenten recht nah fotografieren.

In der Dreisamniederung konnte ich mehrfach einen Raubwürger beobachten, der dort überwintert und fast immer an der selben Stelle anzutreffen ist. Leider ist er sehr scheu und ließ sich nur im Vorbeiflug einmal halbwegs fotografieren:

Auf dem Balkon muß man mit schnöden Meisen vorlieb nehmen:

Schließlich konnte ich während eines Besuchs bei meinen Eltern in Köln noch ein paar interessante Arten beobachten. Neben den seit vielen Jahren dort etablierten Mandarinenten, Halsband- und Alexandersittichen fand ich auch eine Gluckente wieder, die erstmals im Dezember aufgetaucht war und wahrscheinlich aus dem Zoo entflogen ist.

Außerdem gelang es mir, an einem Nachmittag zwei für mich gänzlich neue Arten zu sehen: einen Eistaucher auf einem Baggersee und eine Ringschnabelmöwe am Rhein bei Leverkusen. Der Eistaucher war sechs Wochen lang auf mehreren Seen in der Umgebung zu beobachten gewesen und ernährte sich während dieser Zeit von Krebsen, die er in Menge herauszog. Mein Bruder und ich waren an diesem schönen Tag die vorläufig Letzten, die den Vogel noch sehen konnten – danach wurde er nicht mehr beobachtet. Glück gehabt!

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