Frühling auf dem Trockenrasen

Dieser Tage kommt der Frühling richtig in Schwung. Tagestemperaturen von über 20° C lassen täglich neue Pflanzen ihre Blüten öffnen, und viele Vögel markieren lauthals ihre Reviere. Der Frühling ist einfach die tollste Jahreszeit. In den letzten Tagen habe ich v.a. die Frühblüher auf trockenen und mageren Standorten im Kaiserstuhl und am Schönberg bei Freiburg fotografiert. Des Weiteren konnte ich zwei Frühlings-Raubfliegen (Erax barbatus) bei der Paarung aufnehmen, ein besonderer Glücksfall. Diese früheste aller heimischen Raubfliegenarten ist nicht nur fotogen, sondern auch selten und nicht einfach zu fotografieren, sodaß mich dieses Dokument besonders freut (obwohl es aus fotografischer Sicht weniger interessant ist).

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Amphibienzeit

In den letzten Tagen habe ich mich – soweit es die spärliche Freizeit zuließ – vermehrt mit Amphibien beschäftigt. Vor allem wollte ich gerne mal wieder Grasfrösche am Laichplatz fotografieren, was aber aus verschiedenen Gründen nicht so geklappt hat, wie ich mir die Sache vorstellte. An mehreren Stellen haben die Frösche schon fertig abgelaicht und das Gewässer verlassen. An einem anderen Tümpel scheinen noch einige Tiere zu wandern, im Wasser waren aber nur verlassene Laichballen zu finden und die Individuendichte ist dort wohl zu gering, um wirklich erfolgversprechende Aufnahmen zu ermöglichen. Die Erdkröten machen es einem da etwas einfacher, da sie erst ein paar Tage nach den Fröschen ihre Hauptwanderzeit haben – das Gros kommt erst noch, bisher konnte ich erst einzelne Männchen beobachten. Ich hoffe, in den nächsten Tagen ein wenig Zeit und Glück zu haben, denn die ein oder andere Bildidee schwebt noch unrealisiert im Kopf herum…

Der Große Fuchs (Nymphalis polychloros) ist zwar weder Amphibium noch, wie der Name vielleicht glauben macht, ein Säuger, sondern ein Tagfalter und soll trotzdem noch Eingang in den heutigen Beitrag finden. Vor ein paar Tagen war ich zum zweiten Mal in diesem Frühjahr mit einem Freund auf der Suche nach diesem seltenen Edelfalter und wurde endlich fündig. Leider gelangen nur Aufnahmen aus großer Entfernung und/oder an einer kalkweißen Hauswand, aber immerhin. Bei diesem Exemplar konnten wir ein interessantes und für die Art ausgesprochen typisches Verhalten beobachten – während sich der Große Fuchs in der Mittagszeit zumeist am Boden sonnt, weicht er ab dem frühen Nachmittag auf vertikale Sitzwarten wie Baumstämme oder in diesem Fall eben Hauswände aus, auf denen er die Strahlung in einem günstigeren Winkel aufnehmen kann. Außerdem verhält sich dieser kräftige Falter sehr territorial, mehrfach vertrieb er andere Schmetterlinge und sogar Spatzen aus seiner Nähe.

Endlich Leberblümchen

Seit vier Jahren hatte ich diesen Frühblüher auf dem Wunschzettel. Als ich noch in Köln wohnte, bin ich nie zu den Standorten im nordöstlichen NRW gekommen, welche meines Wissens die von dort aus nächsten gewesen wären. Nach meinem Umzug nach Freiburg hörte ich von einem Vorkommen im Kaiserstuhl, nach dem ich im Frühjahr 2011 erfolglos suchte. Im zweiten Anlauf klappte es dann gestern – dank der ortskundigen Führung durch Horst Helwig. Im Abendlicht konnten wir dort einige schöne Aufnahmen machen und ich freue mich,  diese attraktive Art endlich mal gesehen und fotografiert zu haben.

Märzenbecher II

Heute abend war ich nochmal kurz bei den Märzenbechern. Ich wollte gezielt nochmal kitschige Aufnahmen mit untergehender Sonne machen, was auch einigermaßen geglückt ist. Danach habe ich noch ein bißchen gespielt und gegen den abendroten Himmel ein paar Wischer versucht. Bei den Ergebnissen handelt es sich selbstverständlich um Firlefanz, sie können aber durchaus interessant sein. Außerdem soll man ja tolerant gegenüber fotografischen Experimenten sein.

albern, ne? Gleich noch eins:

Märzenbecher

Seit etwa einer Woche blühen die Märzenbecher (Leucojum vernum), von denen es in bequemer Fahrradentfernung ein kleines Vorkommen gibt. Nun hatte ich mal etwas Zeit, mich fotografisch mit ihnen auseinanderzusetzen. Ein paar Bildideen konnte ich einigermaßen umsetzen, andere noch nicht – vielleicht komme ich in den nächsten Tagen noch einmal hin. Vorerst hier eine kleine Auswahl.

Als zusätzlichen Bonus gab’s noch ein paar Aufnahmen vom Zweiblättrigen Blaustern (Scilla bifolia), eine kleine Gruppe blühte nicht weit von den Märzenbechern. Hier ein defokussierter Versuch…