Noch mal bei den Libellen

Heute früh ging’s noch einmal zu den Gebänderten. Die Stimmung war ganz anders als vor fünf Tagen – etwas kühler, viel Tau und sehr neblig. Schon in der Dämmerung, noch zur blauen Stunde, begannen wir zu fotografieren und nutzten die besondere Atmosphäre. Die Libellen waren noch zahlreich vor Ort. Ich fand u.a. eine Schlafgemeinschaft mit mindestens 18 Individuen auf rund 6 m² Wiese, teilweise mit mehreren Tieren auf einem Halm. Da recht viele der Tiere tief im Gras und nicht, wie sonst meistens, auf erhöhten Halme ruhten, nutzte ich die Gelegenheit für Bilder mit natürlicher Umgebung. Detailbilder der Flügelbänderung, wie ich sie mir erhofft hatte, konnte ich gegen den weißen Himmel ebenfalls aufnehmen. Ich bin selbst überrascht, wie sehr sich die Aufnahmen stimmungsmäßig von denen neulich unterscheiden.

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Gebänderte Heidelibelle (Sympetrum pedemontanum)

Die Gebänderte Heidelibelle ist unter Libellenfreunden sicher eine der begehrtesten heimischen Arten. Die Kombination schön + selten macht’s halt. 2009 bin ich mal, um die Art zu sehen, von Köln bis nach Sachsen gefahren. Nach dem Umzug nach Freiburg habe ich sie vereinzelt in der südlichen Oberrheinebene beobachtet, aber nie vernünftig fotografieren können. Kürzlich fand ich dann eher nebenbei eine fotografisch vielversprechende Location, wo Joachim Wimmer und ich heute früh einen Versuch unternahmen. Wir fuhren etwas übermotiviert trotz leichtem Bierschädel bereits sehr früh los, um dann vor Ort feststellen zu dürfen, daß es bis zum Sonnenaufgang ja doch noch eine Dreiviertelstunde dauern würde. Als es dann hell genug war, begannen wir mit der Suche und wurden sehr schnell fündig – auf einem Abschnitt von nur 200 Metern entlang des Grabens ruhte ein knappes Dutzend Libellen im Gras. Die Fotobedingungen waren recht gut – wenig Wind, etwas Tau und angenehme 13°. Nach knapp zwei Stunden konnten wir dann zufrieden wieder nach Hause und ein schönes Täßchen Kaffee zu uns nehmen.