Libellenmorgen

In den vergangenen Jahren habe ich wohl nichts so intensiv fotografiert wie Libellen. 2012 ist diese Leidenschaft etwas kürzer gekommen, zugunsten anderer Motive. Etwas Vielfalt schadet ja nicht. Trotzdem, ab und zu muß ich nach wie vor den „Insektenadel“ fotografieren, und so radelte ich gestern früh zu einem meiner Lieblingsplätze in Freiburg – einem kleinen, dicht bewachsenen Bach zwischen Wiesen und Weiden. Hier fliegen einige schöne Libellenarten, z.B. beide Prachtlibellenarten, Kleiner Blaupfeil, Helm-Azurjungfer und Gemeine Keiljungfer. Die Hauptlibellensaison ist schon fast wieder vorbei, aber Gebänderte Prachtlibelle und Blaupfeil fanden sich noch relativ zahlreich und ließen sich am frühen Morgen recht gut fotografieren. Endlich herrschten mal Bedingungen, wie man sie sich für die Makrofotografie wünscht – windstill, relativ kühl und leicht neblig. So könnte von mir aus jeder Tag beginnen…

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Das Storchenhaus

Auf dem Rathaus der Stadt Munster im Elsaß brüten alljährlich eine Handvoll Storchenpaare. Auf der Rückfahrt von der Gämsentour in den Vogesen machten wir dort einen kurzen Stopp, um in der Dämmerung einige Bilder zu schießen. Die Störche sitzen nachts auf den Häusern rund um einen größeren Platz – das schwache, künstliche Licht verbunden mit dem Geklapper und Geschrei der Störche in der einsetzenden Dunkelheit  führen dann zu einer Kombination mit ganz eigenartiger Atmosphäre…

Wind

Das Wetter war in den letzten Tagen hier ausgesprochen wechselhaft – und vor allem windig. Da an Makrofotografie unter diesen Umständen nicht zu denken ist, bin ich heute morgen stattdessen durch die Felder südwestlich von Freiburg geradelt, um Wischbilder zu machen. Leider habe ich keine wirklich schönen Spots gefunden – z.B. welche mit Mohn drin – aber zu ein paar experimentellen Aufnahmen hat es dann doch gereicht. Solche Bilder können richtig Spaß machen, weil man im Moment des Abdrückens nie weiß, wie das Ergebnis wohl aussehen wird…

Ein Besuch bei den Gämsen

Gestern ging es auf Einladung meines geschätzten Fotokollegen Joachim Wimmer (www.wimmer-naturfoto.de) mal wieder in die Vogesen, um Gämsen zu fotografieren. Natürlich hieß das Aufstehen um 3:30, damit wir rechtzeitig zum Sonnenaufgang auf dem Gipfel des Hohneck standen. Die Bergwiesen in den Vogesen sind zur Zeit ausgesprochen reizvoll, neben den Gämsen sieht man einige interessante Pflanzen wie Arnika (Arnica montana), Kleine Alpen-Kuhschelle (Pulsatilla alpina subsp. austriaca), gelbe und blaue Vogesen-Stiefmütterchen (Viola lutea), Gelben Enzian (Gentiana lutea), Fingerhut (Digitalis purpurea) etc., an Vögeln Wiesenpieper (Anthus pratensis), Feldlerche (Alauda arvensis),  Steinschmätzer (Oenanthe oenanthe) und manches mehr, sodaß einem nicht so schnell langweilig wird. Außerdem hatten wir das Glück, daß ab und zu Nebel aufzog und für andere Stimmungen sorgte. Aus landschaftlicher Sicht sind auch die steilen Bergschluchtwälder phantastisch, das Fotografieren gestaltet sich dort allerdings etwas schwerer. Nachdem wir in den Mittagsstunden ein paar hundert Meter in ein Tal hinunter- und wieder heraufgestiegen waren, schauten wir uns abends wieder rund um den Gipfel um und machten – außer mit weiteren Gämsen – Bekanntschaft mit dem Kollegen Radomir Jakubowski (www.naturfotocamp.de), der sich ebenfalls in der Ecke herumtrieb; an dieser Stelle einen schönen Gruß. Erst gegen Mitternacht kehrten wir erschöpft von einem anstrengenden, aber ergiebigen Fototag nach Freiburg zurück.