Wieder Pazifik

Ein erster Rückblick auf die Zeit in Costa Rica besteht heute aus einigen Aufnahmen, die an einem langen Abend am Pazifik entstanden. Wir waren an der Bahía de Salinas, einer recht einsamen Bucht nah an der Grenze zu Nicaragua. Ein knalliger Sonnenuntergang und ein danach ab und zu fast wolkenloser Nachthimmel ermöglichten schöne Landschaftsaufnahmen. Außerdem widmete ich mich den kleinen Krabben, die in großer Zahl im Sand herumliefen, und den Sandstrukturen im Spülsaum.

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Wieder daheim

Seit drei Tagen bin ich wieder in Deutschland. Die Uni verlangt meine Anwesenheit und Hingabe. Mit Freunden unternahm ich gestern bei schönstem Herbstwetter eine kleine Wanderung im Schwarzwald, um mit den hiesigen Temperaturen wieder vertraut zu werden. In den nächsten Tagen hoffe ich ein paar fotografische Rückblicke aus der tollen und ergiebigen Zeit in Costa Rica zeigen zu können.

Unverhofft kommt oft: Rotaugenlaubfrosch!

Eine Woche vor der Rückkehr nach Deutschland ist mir heute überraschend noch ein Wunschmotiv begegnet: Der Rotaugenlaubfrosch (Agalychnis callidryas). Dieser auf Bäumen lebende Frosch mit den leuchtend roten Augen ist sicher eins der bekanntesten und plakativsten Tiere Mittelamerikas. Eine Mitpraktikantin fand dieses Exemplar zufällig in der Nähe unseres Hauses und brachte es sofort vorbei, wo der Fund für hellichte Begeisterung sorgte. Wir haben das Tierchen dann nach ausgiebiger Bewunderung ein paar Meter in den Wald getragen und auf einem Ästchen ein paar Aufnahmen gemacht. Da der Frosch eigentlich nachtaktiv ist, verhielt er sich relativ ruhig und schlief bald wieder ein. Ich freu mich sehr, auch diese tolle Art zu Gesicht bekommen zu haben.

Betrachtungen des Dschungels

Ein trüber, verregneter Nachmittag gibt mir gerade die Gelegenheit, ohne schlechtes Gewissen vor dem Laptop herumzuhängen und ein paar Bilder zu sichten. Im Folgenden ein paar zusammengekratzte Waldbilder aus den vergangenen Wochen. Ich habe hier in letzter Zeit ein paar richtig schöne Spots gefunden und auf weiteren Ausflügen in die Umgebung weitere bewundern dürfen. Jedesmal wieder bin ich von der Dichte und Eigenart des Regenwalds absolut hingerissen und von der ganz andersartigen Räumlichkeit dieses Lebensraumes mindestens genauso begeistert wie von der floristischen und faunistischen Vielfalt, die darin wartet. Tatsächlich sind mir einige dieser Bilder die liebsten aus der ganzen Zeit hier.

Meldung zwischendurch

Seit zwei Wochen ist der Internetanschluß an unserer Finca dahin, weswegen es schwer fällt, mit der zivilisierten Welt in Kontakt zu bleiben. Zur Stunde sitze ich bei strömendem Regen in einem Internetcafé in Santa Cecilia und ziehe per Mail Erkundigungen über den Zustand der lieben Daheimgebliebenen ein, eine ausgesprochen erquickliche Betätigung. Damit sich die beschwerliche Anfahrt zum Netzanschluß jetzt richtig lohnt, gibt’s auch an dieser Stelle ein kleines Lebenszeichen in Form „übrig gebliebener“ Bilder aus den letzten Wochen. In der Zwischenzeit hatte ich natürlich auch Gelegenheit zu weiteren Aufnahmen, das muß ich alles nach und nach mal hier zeigen. Zwei Wochen hab‘ ich hier noch und die gedenke ich bestmöglich zu nutzen. Genaue Artbestimmungen zum Beispiel stelle ich zur Zeit mal hinten an, das geht in Deutschland genauso. Und selbst wenn unser Internetanschluß wieder repariert werden sollte, werde ich wohl nicht so viel hier zeigen, denn jede Minute vorm Rechner ist eine, die man nicht im Wald verbringt. Daran sollte man immer denken.