Unterwegs im winterlichen Schwarzwald

In den letzten Tagen bin ich endlich mal wieder dazu gekommen, ein paar Touren zu unternehmen. Es ging in den Schwarzwald zu bekannten Zielen wie dem Kandel, der Ravennaschlucht, dem Schauinsland und dem kleinen, aber feinen Buselbach in dessen Nähe. Für die kommende Woche sind sehr hohe Temperaturen angekündigt, die das schöne Eis und den ganzen Schnee sicherlich rasch schmelzen lassen werden – wenn’s im Februar nicht noch mal kalt wird, war’s das dann schon wieder mit dem Winter…

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Vortrag: Unser Südwesten

Am 24.2. werde ich mit der GDT-Regionalgruppe einen Bildervortrag über die Natur Badens halten. Der Vortrag wurde im Lauf des letzten Jahres vorbereitet, vor ein paar Tagen noch einmal final überarbeitet und feiert dann am 24.2. in Lörrach Premiere. Er wird sehr gut! Karten gibt’s hier:
http://www.reservix.de/off/login_check.php?id=c6ec16e8cf3cd5077514ebef590a1f763d4616b372ef8900411779bf6bedf213&vID=4708&eventGrpID=27624&eventID=316410.

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Portfolio online

Endlich habe ich es mal geschafft, auf diesem Blog ein Portfolio mit meinen besten Aufnahmen der letzten Jahre einzurichten. Ich hoffe, es funktioniert alles einigermaßen. Die Darstellung sieht bei mir zumindest im Firefox und in Chrome vernünftig aus, im Internet Explorer teilweise nicht – vielleicht kriege ich das noch besser hin. Andererseits: Wer benutzt schon den Internet Explorer? 😉

Das Design habe ich schon in der letzten Woche etwas angepaßt und hoffe auf Erquickung der werten Leserschaft.

Anregungen, Verbesserungen und Fehlermeldungen bitte hier posten! Hilfreich wären auch Anmerkungen von Linux- und Mac-Nutzern. Vielen Dank!

Gelbbauchunke (Bombina variegata)

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Im vergangenen Sommer habe ich mich mehrmals mit Gelbbauchunken beschäftigt. Diese putzigen kleinen Amphibien leben in temporären Kleingewässern und haben daher ihren natürlichen Verbreitungsschwerpunkt im Bereich von Flußauen mit wechselndem Wasserstand. Da die Auen aber größtenteils zerstört sind, weichen die Unken häufig in Sekundärlebensräume aus, wie kleine Tümpel in aufgelassenen Steinbrüchen und auch wassergefüllte Fahrspuren. Da solche Lebensräume oft nicht lange bestehen, sind die Unken viel unterwegs, laichen den ganzen Sommer über und wechseln dabei immer wieder das Gewässer. Damit reduzieren sie das Risiko, daß ihre Nachkommen eingehen, wenn ein Kleingewässer mit Kaulquappen zu früh austrocknet. An meinem Hauptunkenspot im Freiburger Mooswald – ein paar leicht bewachsene Fahrspuren von Forstfahrzeugen – trieben sich Mitte Mai noch rund 50 ausgewachsene Tiere herum; einen Monat später waren die meisten davon zu anderen Stellen gewandert. Es sind also keine Explosivlaicher wie z.B. Grasfrosch und Erdkröte, die innerhalb weniger Tage im Frühjahr allen Laich produzieren, sondern pflanzen sich den Sommer über und teilweise bis in den Herbst hinein fort. Spätestens nach den ersten Frostnächten ziehen die Unken sich in ihr Winterquartier zurück, welches zwischen Steinen, unter Rindenstückchen, in kleinen Höhlen oder halb vergraben sein kann.

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An den Bildern läßt sich schon erahnen, daß das Fotografieren eine sehr matschige Angelegenheit ist. Ohne Plastiktüten als Kameraschutz und zum Drauflegen braucht man oft gar nicht erst anzufangen. Ich habe meistens versucht, mit der Kamera so tief wie möglich zu kommen, damit man auf den Bildern wenigstens ein bißchen vom gelben Bauch sieht. Das hieß, die Ausrüstung auf den Boden zu werfen, den Unken hinterher halb ins Wasser zu schieben und nachher gründlich abzuschrubben. Der Bauch ist übrigens bei jedem Individuum unterschiedlich gezeichnet und taugt als Fingerabdruck. Ferner unterscheiden sich die Populationen örtlich in der Ausdehnung und Intensität des Gelbtons, sodaß daran sogar Unterarten festgemacht werden können.

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Spaß mit kalten Füßen: Eisvogelfortsetzung

Heute ist das Eisvogelprojekt für diesen Winter wohl beendet worden – die Vögel ließen sich seit fast zwei Wochen nicht mehr blicken. Einerseits ist das natürlich schade, denn ich hatte gehofft, an diesem Projekt im Januar noch weiterfotografieren zu können; andererseits ist es für mich sehr erfolgreich verlaufen und hat viele tolle Beobachtungen und zeigenswerte Bilder erbracht. Und nicht zuletzt kann man sich jetzt wieder anderen Themen zuwenden… vorher habe ich fast jeden freien Tag im Tarnzelt verbracht. Was dabei so rumgekommen ist, zeige ich im heutigen Beitrag. Zu den Highlights gehörten zwei aufeinanderfolgende Ansitztage Mitte Dezember, am ersten gab’s eine Ladung Schnee und am zweiten Sonne. Und dabei die meiste Zeit ein Eisvogel ein bis zwei Meter vor mir – da vergißt man die seit Stunden kalten Füße, Hunger und alles andere.

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