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Vogelmix

Den Sommer über bin ich bisher eigentlich sehr wenig zum Fotografieren gekommen. Es war nicht daran zu denken, sich mal wieder auf ein Thema oder Motiv zu konzentrieren. Ab und zu gelangen mal eher zufällig ein paar Bilder, die ich hier ohne jeden Zusammenhang mal zeige.

Wieder mal Südfrankreich

Ein paar Bilder, die ich aus einem Familienosterurlaub in der Provence mitgebracht habe…

Bartgeier

Seit einiger Zeit kursierte im Freundeskreis die wenig originelle Idee, einmal Bartgeier fotografieren zu fahren. Der Gemmipass im Wallis ist inzwischen kein Geheimtipp mehr, um diese imposanten Vögel beobachten zu können. Und in der Naturfotoszene wird man seit Jahren mit Bartgeierbildern von dieser Stelle überschwemmt, sodass solche Bilder fast zu „Massenware“ geworden sind. Trotzdem: Allein für’s Erlebnis, Bartgeier einmal zu sehen und zwar halbwegs nah, wäre es den Ausflug doch wert?

Kurz entschlossen fuhren Christian, Jan, Ralph, Torsten, Joachim (als Ältester und damit „Erziehungsberechtigter“) und ich Mitte Februar dann mal hin.

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Die zwei Tage dort waren ausgesprochen spaßig mit den Herrschaften. Wir hatten im Übrigen ziemlich viel Glück – gute Fotobedingungen, häufige und teilweise überwältigend nahe Vorbeiflüge von Bartgeiern, einmal einen Steinadler ziemlich nah… schon phantastisch. Allein die Vögel so toll zu sehen: Nicht nur die beeindruckenden Geier, sondern auch die liebenswerten Alpenbraunellen und Schneesperlinge, welche hier an Futter gewöhnt zwischen unseren Beinen herumhüpften. Das war den Ausflug definitiv wert und war auch viel spektakulärer als erwartet. Und so fotogen, wie sich die Vögel präsentierten, ratterten auch unsere Kameras in einem fort. Hier ist es mir wirklich schwer gefallen, eine Auswahl zu treffen. Dabei kann ich doch sonst meistens ganz gut löschen.

 

Kölner Wassergeflügel

Weiteres aus den winterlichen Rheinauen

… diesmal aber nicht aus Baden, sondern aus Köln – Hauptsache Rhein.

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Am Bodensee

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Am letzten Samstag waren Christian, Magdalena, Jaköbchen und ich mal wieder am Bodensee. Noch hier sind große Wasservogeltrupps anzutreffen, aber schon bald werden sich viele Enten und Taucher wieder auf den Zug in ihre nordischen Brutgebiete begeben. Der Anblick tausender Enten auf der Seefläche ist schon etwas Erhebendes.

Bei der Suche nach Seltenheiten hatten wir an diesem Tag ein glückliches Händchen und fanden 5 Ohrentaucher, einige Zwergschwäne und eine Eiderente, und außerdem eine sich ungewöhnlich fotogen präsentierende Moorente. Diese Art überwintert in Deutschland überwiegend in der Bodenseeregion, und dennoch braucht es Glück und Geduld, eine zwischen den tausenden Reiher-, Tafel- und Kolbenenten auszumachen. Eine so schöne Moorentenbeobachtung hatte ich noch nie vorher. Außerdem waren v.a. Löffelenten teilweise ziemlich nah und so ergaben sich unerwartet viele Fotogelegenheiten.

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Gorges du Verdon

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Ende August waren Magdalena, Jaköbchen und ich für eine Woche in Südfrankreich. Wir wollten uns mal eine neue Ecke anschauen und fuhren diesmal in die östliche Provence, an den Rand der Verdonschlucht. Die Schlucht ist teilweise fast 700m tief und landschaftlich dementsprechend beeindruckend. Ein besonderes Flair wird ihr zudem von den hier wieder angesiedelten Gänsegeiern verliehen: es ist einfach toll, in solch einer großartigen Kulisse zum Himmel zu schauen und da die riesigen Vögel kreisen zu sehen.

Wir hatten uns vorab Tipps besorgt, wo man gute Blicke auf die Geier erhaschen kann, und fuhren auch schon am zweiten Tag mal zu einem Aussichtspunkt. Schon aus mehreren Kilometern hatte ich die ersten Vögel im Fernglas gefunden. Das wäre aber gar nicht nötig gewesen. Es gibt nämlich Parkplätze an den landschaftlich besonders reizvollen Stellen der Route des Cretes, die sich an den Steilklippen entlangschlängelt – und genau dort fliegen in schöner Regelmäßigkeit die Geier dicht vorbei. Also je spektakulärer der Ausblick, umso größer der Parkplatz und umso besser die Chancen auf hervorragende Geiersichtungen.

Gucken ist also recht leicht. Fotografieren weniger, denn die Gänsegeier starten erst am späten Vormittag in den Tag, wenn es genügend Thermik gibt. Da wir meistens sehr sonniges Wetter hatten, kann man das Knipsen dann aufgrund des harten Lichts ebenso gut sein lassen. So haben wir uns größtenteils mit eher dokumentarischen Schnappschüssen begnügen müssen. Andererseits hatten wir, während wir morgens darauf warteten, daß sich die Geier in die Lüfte erheben möchten, auch andere schöne Beobachtungen von Alpenkrähen und Felsenschwalben sowie auch von Schlangenadlern, Blauracke und Zippammer.

Verdon heißt aber nicht nur Gänsegeier. Gleich am Straßenrand und auf Brachflächen fanden wir – gemessen an der Jahreszeit erstaunlich – viele Schmetterlinge, darunter auch Arten, die bei uns kaum zu kriegen sind wie den Graublauen Bläuling. Und Makrofotografie macht ja auch Spaß. Vielleicht gerade weil es so schwierig war, von den Vögeln ästhetisch ansprechende Bilder zu bekommen, machte das Fotografieren der kleinen Falterchen Freude. Denn dabei hat man doch wesentlich mehr Kontrolle über die Gestaltung und die Lichtführung.

So vertrieben wir uns die Woche sehr schnell mit Faltern (bei schönem Licht), Geiern (bei scheiß Licht), länglichem Herumgegurke auf den Serpentinen, schändlicher Vernachlässigung der Landschaftsfotografie und dem Konsum billigen Rotweins. Ein schöner Urlaub!


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