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Weiteres aus den winterlichen Rheinauen

… diesmal aber nicht aus Baden, sondern aus Köln – Hauptsache Rhein.

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Wenig später

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Das war jetzt gar nicht so geplant, aber kaum dass der vorangegangene Beitrag hier erschien, wurde es kalt und der Herbst wurde zum Winter. Für ein paar Tage verschwand die Farbe in den Rheinauen, auch die letzten Blätter „entlaubten“ sich, und durch Reif und Nebel sah die Landschaft plötzlich völlig anders aus. Zum Glück hatte ich mal einen Vormittag Zeit, um mich in der Rheinebene herumzutreiben.

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Im Rheinwald

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Spätwinter in der Rheinaue

… oder Vorfrühling

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Schmetterlings-Nachtrag

Den Hochwasserdamm bei Altenheim, über den ich Anfang Mai bereits berichtet hatte, besuchten wir eine gute Woche später noch einmal. Neue Bildideen und Motivwünsche hatte ich zwar nicht, aber da ich mit den bisherigen Ideen und Ergebnissen eigentlich nicht unzufrieden war, hab‘ ich einfach ein bißchen in dem Stil weiterfotografiert. Solche Aufnahmen mit klein abgebildetem Hauptmotiv und einer Komposition, die von der Umgebung, Lichtstimmung und grafischer Wirkung bestimmt wird, mag ich zur Zeit am meisten.

Wenn ich mir meinen stilistischen Werdegang der letzten Jahre anschaue, sehe ich eine ziemlich klare Linie von der rein dokumentarischen, möglichst formatfüllenden Darstellung über Bilder, die die Umgebung und den Lebensraum einbeziehen, hin zu Aufnahmen, die weniger vom Motiv selbst als von der Komposition und Stimmung leben. Jedenfalls, wenn irgendwie Komposition und Stimmung in ein Bild faßbar sind. Trotzdem sind mir die Motive wichtig geblieben und ich freu mich sehr über besondere oder seltene Arten – dann machts alles noch mehr Spaß 🙂

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Schlingnatter

Mitte April konnte ich zum ersten Mal eine Schlingnatter fotografieren. Auf einer kurzen Tour mit Magdalena am Rhein fand ich sie unter einem Rindenstück. Es war ein mittelgroßes Exemplar von nur etwa 30cm Länge, aber nichtsdestotrotz sehr angriffslustig und bissig. Aufgrund ihrer Zappeligkeit gelangen uns kaum Aufnahmen – wahrscheinlich sind wir beide auch zu ungeübt im Umgang mit Schlangen…

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Nix als Vögel im Kopf

In den letzten Wochen und Monaten hab‘ ich kaum was fotografiert. Die typischen winterlichen Fotomotive sind dieses Jahr ausgefallen (woran sich wohl jetzt auch nichts mehr ändern wird), und weil man ja – soweit es die Zeit zuläßt – trotzdem rauskommen muß, war ich hauptsächlich Vögel gucken. Daher heute ein kurzer Orni-Beitrag mit geringerem kreativen fotografischen Anspruch.

Im südbadischen Raum lohnen sich in der kalten Jahreszeit die größeren Gewässer wahrscheinlich am meisten, wenn man auf viele und hoffentlich schöne Vogelarten aus ist. Am Rhein bei Breisach war ich im Januar ein paar Mal, um Wasservögel zu beobachten. Mit seltenen Arten hatte ich dort kein Glück, konnte aber immerhin Gänsesäger und Reiherenten recht nah fotografieren.

In der Dreisamniederung konnte ich mehrfach einen Raubwürger beobachten, der dort überwintert und fast immer an der selben Stelle anzutreffen ist. Leider ist er sehr scheu und ließ sich nur im Vorbeiflug einmal halbwegs fotografieren:

Auf dem Balkon muß man mit schnöden Meisen vorlieb nehmen:

Schließlich konnte ich während eines Besuchs bei meinen Eltern in Köln noch ein paar interessante Arten beobachten. Neben den seit vielen Jahren dort etablierten Mandarinenten, Halsband- und Alexandersittichen fand ich auch eine Gluckente wieder, die erstmals im Dezember aufgetaucht war und wahrscheinlich aus dem Zoo entflogen ist.

Außerdem gelang es mir, an einem Nachmittag zwei für mich gänzlich neue Arten zu sehen: einen Eistaucher auf einem Baggersee und eine Ringschnabelmöwe am Rhein bei Leverkusen. Der Eistaucher war sechs Wochen lang auf mehreren Seen in der Umgebung zu beobachten gewesen und ernährte sich während dieser Zeit von Krebsen, die er in Menge herauszog. Mein Bruder und ich waren an diesem schönen Tag die vorläufig Letzten, die den Vogel noch sehen konnten – danach wurde er nicht mehr beobachtet. Glück gehabt!


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