Südfrankreich Teil 1: Cevennen

Über Ostern waren Joachim, Torsten und ich ein paar Tage in Südfrankreich. Natürlich viel zu kurz. Wir fuhren zunächst in die südlichen Cevennen, wo wir im Vorfeld einige potenziell interessante Stellen ausgekundschaftet hatten und auf Perleidechse, Osterluzeifalter und Orchideen hofften. Rechtzeitig vor Sonnenaufgang legten wir in der Nähe des Örtchens Perpignan unseren ersten Halt ein und suchten die trockene Garrigue nach Motiven ab:

Morgendämmerung bei Perpignan, Cevennen

Bereits am Straßenrand fanden wir die erste Orchideenart, einige Gelbe Ragwurzen (Ophrys lutea). Bei Sonnenaufgang sangen viele Grauammern, zwei Heidelerchen, mehrere Grasmückenarten, Kuckucke, Wiedehopf und andere Vögel. Im hohen Gras entdeckte ich einen Brachpieper, und auch die ersten Schmetterlinge wurden schnell gefunden – ein Gelber Aurorafalter (Anthocharis euphenoides) und viele Graublaue Bläulinge (Pseudophilotes baton).

Brachpieper

Gelber Aurorafalter

Graublauer Bläuling

Die nächsten Stunden verbrachten wir damit, in der Hoffnung auf Reptilien Stein um Stein umzudrehen, allerdings ohne Erfolg. Auf der Weiterfahrt sahen wir eine Perleidechse am Straßenrand, die leider aber sofort davonlief. Die lang andauernde Suche nach einem geöffneten Campingplatz nötigte uns, bis in den Nachmittag mit dem Fotografieren zu pausieren – andererseits knallte die mediterrane Sonne so erbarmungslos herab, daß man ohnehin keine Bilder hinbekommen hätte. Schließlich schauten wir uns das enge Hérault-Flusstal ein bißchen an (Wasseramsel, Gebirgsstelze, Felsenschwalben) und blieben dort bis zum Einbruch der Nacht.

Am Hérault

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Am Hérault

Auf unserem Zeltplatz in einem kleinen Kiefernwäldchen rief abends eine Handvoll Zwergohreulen, die wir im Schein der Taschenlampe auch schwach sehen, aber nicht fotografieren konnten. Daß ich zunächst schlecht einschlief, hatte den Vorteil, gegen Mitternacht noch einen Uhu in der Nähe zu hören…

Am nächsten Morgen machten wir uns früh in einen Olivenhain in der Nähe auf, um dort zu fotografieren. Eine ausführlich singende Zaunammer und ein Steinkauz waren schön zu beobachten, für Fotos aber zu weit weg; eine Hauben-Fangschrecke (Empusa pennata), die ich unter einem kleinen Busch fand, ließ sich hingegen gut aufnehmen. Auch hier fanden wir wieder Gelbe Ragwurzen.

Olivenhain

Hauben-Fangschrecke

Gelbe Ragwurz

Fotografisch gelang uns an diesem Tag in den Cevennen nichts mehr, sodaß wir uns am frühen Nachmittag entschlossen, aufzubrechen. Wir wollten noch in die Camargue – darüber werde ich im nächsten Blogpost berichten.

 

 

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1 Response to “Südfrankreich Teil 1: Cevennen”


  1. 1 Torsten Bittner 26. Mai 2014 um 09:15

    Hi Lukas, eine schöne Zusammenfassung unseres Ausflugs. Gefällt mir gut. Die Bilder kenne ich ja schon. Die Empuse und die Umsetzung des Graublauen Bläulings gefallen mir ausgezeichnet.
    LG T


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