Neues aus dem Dschungel

Endlich komme ich heute mal wieder dazu, ein paar aktuelle Bilder zu zeigen. Momentan ist viel zu tun – dazu vielleicht beizeiten mal ein extra Post – und alles macht auch viel Spaß und ist interessant, deswegen habe ich in der letzten Woche nicht wirklich viel fotografiert. Ein paar Highlights gab es dann aber doch. Klar in einem Land, in dem man sich vor Motiven nicht retten kann…

Vor ein paar Tagen hörten wir beispielsweise einen Trupp Brüllaffen ganz nah, gingen dem Geschrei nach, fanden die Affen und konnten dann zu unserer Ergötzung stundenlang ihrem Treiben zuschauen. Fotografisch eine alles andere als einfache Angelegenheit, da man einen dunklen Affen vor hellem Himmel unmöglich vernünftig belichten kann und sich nur selten die Gelegenheit bot, in einem weniger steilen Winkel ein paar Blätter als Hintergrund einsetzen zu können. Aber phantastische Beobachtungen aus großer Nähe, und die Affen schienen von unserer Gegenwart nicht sonderlich beeindruckt. Man hört die Affen hier täglich irgendwo brüllen, aber es war erst das dritte Mal, daß ich überhaupt einen gesehen habe; und die anderen beiden Male waren es Einzeltiere, die sich rasch entfernten. Ich bin gespannt, ob wir die nochmal so schön zu Geischt bekommen.

Bei den Brüllaffen kam auch ein großer Trupp Montezuma-Stirnvögel (Gymnostinops montezuma) vorbei. An sich hier ebenfalls oft zu sehen, aber meist sitzen sie hoch in den Bäumen und geben dort ihre flötenden Laute von sich. Hier war es endlich möglich, mal welche halbwegs auf Augenhöhe zu fotografieren.

Ein ganz anderer Waldbewohner ist ein kleiner Anolis, den ich noch nicht sicher bestimmen konnte. Er bewegt sich im Gegensatz zu anderen Echsen eher springend als laufend fort und klettert gerne. Diesen hier entdeckten wir abends in einem niedrigen Bananenstrauch.

Zu guter Letzt noch ein hübsch kitschiges Bild: Der Wasserapfel (Syzygium malaccense), ein Baum mit angeblich sehr fad schmeckender Frucht und wertlosem Holz, blüht hier gerade sehr schön. Nach einem heftigen tropischen Regenguß lag die Hälfte der Blütenblätter auf dem Boden und färbte diesen pink, ein verrückter surrealistischer Anblick.

Damit bedanke ich mich für die Aufmerksamkeit, sage danke für die netten Antworten zum letzten Eintrag und auf Wiedersehen. Dran bleiben lohnt sich, hoffe ich jedenfalls 😉

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3 Responses to “Neues aus dem Dschungel”


  1. 1 Joachim Wimmer 5. September 2012 um 16:59

    Hallo Lukas,
    wollte eigtl. Deine Bilder loben, habe aber soeben von dem schweren Erdbeben in Deiner Nähe gehört. Ich hoffe Dir ist nix passiert!?
    Schöne Grüße
    Joachim

    • 2 lukasthiess 5. September 2012 um 17:03

      Hey! Das Erdbeben hatte es in sich, es ist aber alles heil geblieben. Unser Haus ist fast komplett aus Holz, hat sich ein wenig wellenförmig bewegt und sich dann wieder in seine ursprüngliche Form begeben… Alles bestens also. Sitze jetzt gerade bei schönstem Sonnenschein in einem Gehege mit Morphofaltern und versuche deren Balzverhalten zu ergründen. Leicht verwackelte Firlefanzgrüße, Lukas

      • 3 Anonymous 5. September 2012 um 17:32

        Schön zu hören – dann genieße Deinen Aufenthalt weiter und heute nacht draußen schlafen! Und Ohrstöpsel wegen der Brüllaffen nicht vergessen;-)


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