Kroatien I: Landschaften

Die letzten drei Wochen war ich mit Freunden in Kroatien unterwegs. Es war mehr ein Wander- als ein Fotourlaub, aber obwohl ich nur eine winzige Ausrüstung dabei hatte und die meisten Bilder schnell im Vorbeigehen entstehen mußten, möchte ich an dieser Stelle einige Aufnahmen zeigen. Ich fange heute mit einigen Landschaftsaufnahmen an.

Der Krka-Nationalpark gehörte landschaftlich sicher zu unseren spektakulärsten Erlebnissen. Leider ist er touristisch schon zur Vorsaison extrem überlaufen und gebärdet sich mehr wie ein Erlebnispark, als daß man hier unberührte Natur sähe. Ich will gar nicht wissen, wie es erst im Hochsommer da ist, wenn täglich zehntausende Touris durch den Park geschleust werden… trotzdem waren die zahllosen großen und kleinen Wasserfälle, die kleinen Flachwasserbereiche zwischendrin, die großen Kalksinterterrassen und die Krka-Schlucht an sich den Besuch definitiv wert. Neben den üblichen Postkartenmotiven habe ich auch versucht, ein paar Details einzufangen. Leider waren wir tagsüber im Park und dementsprechend war das Licht weniger gut (offiziell darf man sowieso frühmorgens und spätabends, wenn sanftere Lichtstimmungen herrschen, nicht rein). Und da ich aus Gewichtsgründen kein Stativ dabeihatte, waren gerade Aufnahmen mit langer Belichtungszeit schwierig. Genug gejammert.

Landschaftlich ebenso beeindruckend, sogar lieblich, war das Cetinatal, welches wir von dem Ort Omiš aus erwanderten. Hier fanden wir eine relativ unberührte Flußlandschaft vor, mit undurchdringlichen Auwäldern gesäumt und Lebensraum zahlreicher interessanter Tier- und Pflanzenarten (u.a. Zwergtaucher, Rohrweihe, Schlangenadler, Wanderfalke, Kolkrabe, Weißbartgrasmücke, Felsenkleiber, Purpurreiher, Wiedehopf, Östliche Smaragdeidechse, Prachtkieleidechse, Trauermantel, Großer Fuchs, Zürgelbaum-Schnauzenfalter, Segelfalter in großer Zahl, Alpenveilchen, verschiedene Orchideen). Teilweise werden diese in den nächsten Tagen auch fotografisch noch nachgereicht.

In den Bergen oberhalb der Cetina-Schlucht verblieben wir einige Tage. Das Wetter war äußerst wechselhaft, die Landschaft aber hochinteressant.

hier noch ein Bild aus einem wahren Urwald im Flußtal:

Nicht immer war es überall so grün wie auf den vorangegangenen Bildern, im Gegenteil. Manche Landstriche waren extrem karg, unwirtlich und mit grotesk vielen Steinen versehen. Als Beispiel hier eine Aufnahme von der Insel Brač, die zu allem Überfluß noch zu einem Drittel abgebrannt war:

Auf derart kargen Böden wächst natürlich nicht viel. Abgesehen von den vitaleren Flußtälern gab es meist nur eine Baumart, die mit den extremen Bedingungen zurecht kam, die Schwarz-Kiefer (Pinus nigra). Aber auch reine Kiefernwälder können ja interessant und fotogen sein, zumal es sich nicht – wie bei uns meistens – um angepflanzte Stangenware, sondern ein wildes Durcheinander mit vielen krummen und schiefen Stämmen handelt.

Das waren vorerst die halbwegs zeigbaren Landschaftsaufnahmen. Demnächst geht es mit der Flora und Fauna weiter.

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